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Schulverband

 

 

 

Der Schulverband Mittelangeln hat die Weichen für die Sanierung und Modernisierung in den kommenden 15 Jahren gestellt.

Mittelangeln | Der Schulverband Mittelangeln will eine Zukunftsschule bauen. In der jüngsten Sitzung des Schulverbandes im Bernstorff-Gymnasium beschlossen die Vertreter der zehn Mitgliedsgemeinden einen Bildungs-Quantensprung: In den kommenden zehn bis 15 Jahren will der Schulverband das Satruper Schulzentrum mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule vollkommen neu gestalten. Als Grundlage dient die Planung der Zukunftsschule, die von der Firma Trapez Architektur, Hamburg, erstellt wurde.

Die neue Schule wird sich nicht nur räumlich verändern, es wird auch ein anderes Lernen und Lernverhalten geben. Burkhard Gerling, Schulverbandsvorsteher

 

In den vergangenen zwei Jahren hat das Planungsbüro umfangreiche Vorarbeit geleistet. Bewusst hat man sich bei der Planung Zeit gelassen und ein breites Meinungsbild erstellt. Schüler, Lehrer, Eltern und der Schulverband haben ihre Vorschläge eingebracht, die von den Planern in das Projekt Zukunftsschule umgesetzt wurden.

Einige alte Gebäude werden abgerissen, neue sollen entstehen

In mehreren Bauabschnitten will der Schulverband alte Gebäude abreißen und neue Gebäude erstellen. Die neue Schule werde sich nicht nur räumlich verändern, es werde auch ein anderes Lernen und Lernverhalten geben, stellte Schulverbandsvorsteher Burkhard Gerling fest. Das Schulzentrum Satrup soll sich nach den Plänen der Architekten von einem Lernort zu einem Aufenthaltsort entwickeln.

Weiterlesen: In Satrup soll die Schule der Zukunft entstehen

Ein Oberstufenhaus und ein Haus der Naturwisschenschaften werden gebaut

Gerling stellte den Mitgliedern des Schulverbandes noch einmal die Planungsentwürfe vor. Am Beispiel der Gemeinschaftsschule machte Gerling den Aufwand für nur einen Bauabschnitt: Da die Gebäude alt sind und der Brandschutz und die Wärmedämmung den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen, soll das gesamte Gebäude entkernt und nach modernen Gesichtspunkten neugestaltet werden. Im nördlichen Teil ist ein neues Gebäude geplant, das Oberstufenhaus. Zunächst soll es während der Umbauphase Ersatz schaffen für Klassen, die saniert werden, oder abgerissen werden. Neu errichtet wird auch das Haus der Naturwissenschaften. Um einen großen Freiraum, „Markt“ genannt, werden Gruppen- und Fachräume gruppiert. Ein Haus für Kulturarbeit mit einem Saal für mehrere hundert Besucher und eine Bühne soll neue Möglichkeiten der kulturellen Arbeit bieten. Gerling machte deutlich, dass das Konzept die Unterstützung der Landesregierung erfordert.

Bürgermeisterin sichert Unterstützung der Gemeinde Mittelangeln zu

Britta Lang, Bürgermeisterin der Gemeinde Mittelangeln, signalisierte die volle Unterstützung ihrer Gemeinde für das Projekt. In Gesprächen mit den Fraktionen in der Gemeindevertretung habe man sich positiv über das Projekt geäußert. Lang bat um eine umfassende Unterrichtung der Gemeindevertretungen über die Baufortschritte.

Es geht schließlich um die Zukunft unserer Kinder. Jan-Nils Klindt, Bürgermeister in Hürup

 

Nachdem alle Mitglieder des Schulverbandes der Umsetzung des Projektes Zukunftsschule zugestimmt hatten, stellte Jan-Nils Klindt, Bürgermeister in Hürup, fest: „Es geht schließlich um die Zukunft unserer Kinder.“

Eine Lenkungsgruppe, der unter anderem der Schulverbandsvorsteher, seine Stellvertreter, der Vorsitzende des Bau- und Liegenschaftsausschuss sowie der Vorsitzende des Finanzausschusses, die Bürgermeisterin der Gemeinde Mittelangeln, je zwei Vertreter der Schulen und Vertreter der Verwaltung angehören, sollen die Umsetzung der Gesamtmaßnahme koordinieren. Ebenfalls wurde beschlossen, einen Projektmanager zu bestellen.

Containerklassen werden weiter benötigt

Um während der Bauphase Ausweichklassen und Räume zur Verfügung zu haben, werden die Containerklassen zunächst weiter benötigt.

Claus-Peter Richelsen, Vorsitzender des Bau- und Liegenschaftsausschusses, erläuterte die aktuell erforderlichen Investitionen von etwa 900.000 Euro. Er bekräftigte, dass es weiterhin Ziel sei, eine neue Sporthalle in Großsolt umzusetzen. Es sei unsinnig, Geld für die Sanierung der alten Halle „zu verpulvern“.

– Quelle: https://www.shz.de/27071447 ©2020